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von Harald Stangor

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Die letzte Prüfung


- Autorenporträt -


Harald Stangor


Brotleben (in gebotener Kürze)

Geburt (1966), Schulbesuch, Abitur (1985), Ausbildung zum Buchhändler, Zivildienst (1988-1990), Studium (Germanistik und Anglistik), Anstellung als Buchhändler (1996), Referendariat (Lehramt an Gymnasien). Seit dem Ende eines vergangenen Jahrtausends Lehrer an einer Berufsschule und, vor allem, Beamter. Folgerichtig gehabte Lebensschwerpunkte in allen niedersächsischen Metropolen: BS, PE, GÖ, H, GF und WOB (chronologisch). 

Kunstleben (im weiteren Sinne)

Bühne, Rundfunk, TV (Autor, Darsteller, Rezitator)

Humoristische – vornehmlich satirische – Texte stellt Harald Stangor ab 1985 in einer Reihe von Kabarettprogrammen auf deutschen Kleinkunstbühnen vor; Prosa und Lyrik ist auch bei Lesungen von Arnsberg bis Berlin zu hören, dazu verschiedentlich über das Literaturtelefon des Göttinger Literaturbüros. Eine Klangsäule auf der Landesgartenschau in Trier präsentiert 2004 seinen Prosatext „Feuer brennt in der Nähe“. Bereits 1994 liest er, auf Einladung des Bundesverbandes junger Autoren, im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse von Kafka und Rilke herausgeforderte Texte. In den Jahren 1995 und 1999 bringt das Göttinger Symphonie Orchester zudem seine – im Deutschen Theater uraufgeführte – Textfassung zu Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere auf die Bühne, zuletzt auch mit Stangor als Sprecher. Bereits vor dem Wechsel zu Pro 7 strahlt der Fernsehsender Premiere eine Folge des Quatsch Comedy Clubs aus, in der Stangor seinen bühnenerprobten Liberman-Monolog präsentiert. Sein Theaterstück „Wolf“ wird 1985 in Braunschweig uraufgeführt, die abendfüllende studentische Komödie „Dromedar" 2004 mit dem dritten Preis beim Dramatikerwettbewerb des Göttinger Theaters im OP ausgezeichnet.

Lyrik, Lied, Chanson, Song

Neben den flügelbegleiteten Liedern, die zu jedem Programm des Kabaretts doppelkopf gehören, schreibt und interpretiert er seit der Schulzeit mit seinem langjährigen Bühnenpartner Dirk Hesse englisch- und deutschsprachige Popsongs, die weitgehend ungehört verhallen. Unvertonte Gedichte allerdings setzen sich allmählich bei literarischen Ausschreibungen durch. 

Prosa

Eine satirische Zeitungskolumne markiert 1986 einen neuen Schwerpunkt und stellt das geschriebene Wort neben die zur Aufführung gedachten Bühnen- und Liedtexte. Auch dort lässt sich der „gelernte" Kabarettist allerdings gern von Aktualitäten herausfordern und wird so zu einem ausgesprochenen Wettbewerbsschreiber. 

Ruhm und Ehre

Nach der ersten nennenswerten literarischen Auszeichnung, dem Förderpreis im Kulturpreis des Landkreises Göttingen, den er 1993 erhält, werden neben Gedichten, Aphorismen und Bühnentexten vornehmlich Prosawerke prämiiert, darunter mehrere augenzwinkernde Kurzkrimis und seine Jugenderzählung „Thalia schluckt ihre Kinder, möglicherweise“. „Ynkryd zu treffen", seine Prosa-Auseinandersetzung mit Wagners Parsifal, wird 2004 in Bayreuth ausgezeichnet.

Themen

Die in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlichten Stangor-Texte reichen von humoristischen Versen zur düsteren Zeitkritik, von der romantischen Begegnung zur existenziellen Krise, vom blutigen Kurzkrimi zur erotischen Phantasie. Verbindend wirkt wohl die Liebe zum Wortspiel – bisweilen geistreich, aber auch ohne Verachtung für den gepflegten Kalauer.

Veröffentlichungen

  • „Ahnung“, in: Blumengrüße, Hrsg. Christine Bienert, Garbsen 2006 (ISBN 3-9809142-7-5), S. 68
  • „Anachronistisches Werkzeug“, „Computerrealität Literatur“ und „Plusquamperfekt“, in: C:\Literatur, Bonn 1995 (ISBN 3-925638-11-3), S. 59-62
  • „Anne oder Was im Schlaf fließt“, in: Freiberger Lesehefte. Zeitschrift für Gegenwartsliteratur (ISSN 1433-7967), Ausgabe 7 (2004), S. 74-78
  • „Dunkelwach“, in: Funkenflüge - Vierter Versuch, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Hamburg/Frankfurt/Zürich 1996 (ISBN 3-9803555-4-3), S. 192-193
  • „Falten, Risse“, in: Funkenflüge - Vor Gebrauch schütteln, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Göttingen und Frankfurt 1994 (ISBN 3-9803555-2-7), S. 48-50
  • „Feuer brennt in der Nähe“: Klangsäule auf der Landesgartenschau Trier 2004
  • „Freundschaftspreise“, in: Funkenflüge - Vierter Versuch, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Hamburg/Frankfurt/Zürich 1996 (ISBN 3-9803555-4-3), S. 52-56
  • „Galgenlied“, in: Zirkular der Verräter Nr. 8, Jahrgang 14, Toussaint Berlin (unbelegt)
  • „Göttin gen Göttingen“, in: Funkenflüge - Verzweifelter Teufel, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Göttingen und Frankfurt 1993 (ISBN 3-9803555-0-0), S. 134-139
  • „Haltet das Tier!“, in: Katzen im Revier, Dortmund 1996 (ISBN 3-00-001079-3), S. 92-95
  • „Hase, recht clever“, in: Easteregg. Osterkurzgeschichten, Waldsolms/Hessen 2005 (ISBN 3-937591-29-X), S. 129-135
  • „Herr Kaiser von der Bank“, in: Deutschland in 30 Jahren, Düsseldorf 2004 (ISBN 3-933570-08-5), S. 51-53
  • „Herz mit Beinen“, in: Tarantel (ISSN 1860-8124), Ausgabe III (März 2006), S. 16
  • „Hochgekommen“, in: Langenthaler Tagblatt (CH), 27. und 28. Dezember 2004, S. 16 und 21
  • „Kennen Sie den schon“ und „Der Vorhang senkt sich“, in: Dass ich nicht lache, Hrsg. Ingo Cesaro, Kronach 2005, S. 32/35
  • „Kupfer gestochen“ und „Himmel und Erde“ (Haiku), in: Auf Cranachs Spuren, Hrsg. Ingo Cesaro, Kronach 2004, o. P.
  • „Liebeserklärung an solche, die ich nicht mag“, in: Funkenflüge - Schwerer Brummer, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Göttingen und Frankfurt 1995 (ISBN 3-9803555-3-5), S. 82-84
  • „Mit einem roten und einem blauen Auge“, in: Erotische Phantasien, angeblich North Hollywood, Los Angeles (CA, USA) 2004 (ISBN 0-972-74326-X), S. 193-198
  • „Noch vor dem Gesetz“, „Galgenlied“, „Schönzeit“ und „Glaskäfig“, in: Gegenwart, Köln 1994 (ISBN 3-925638-10-5), S. 50-56
  • „Polonaise“, in: Stimmen im Kreis, Hrsg. Karl-Heinz Manegold, Duderstadt 1994 (ISBN 3-923453-58-2), S. 37-45
  • „Rosenverdächtig” und „Windstöße ahnen”, in: „…und Kronach blüht auf“, Hrsg. Ingo Cesaro, Kronach 2005, o. P.
  • „Saurierbisse“, in: Hartwig-Kleinholz-Preis für Junge Prosa, Arnsberg 1994 (ISBN 3-928394-09-6), S. 90-93, sowie in: Funkenflüge - Vor Gebrauch schütteln, Hrsg. Norbert Neuß und Markus Spiwoks, Göttingen und Frankfurt 1994 (ISBN 3-9803555-2-7), S. 12-14
  • „Schattenhaft“, in: Nicht auf dem Teppich bleiben, Bonn 1997 (ISBN 3-925638-12-1), S. 121-123
  • „Spätsommerschönheit“, in: Das Gewicht des Glücks, Hrsg. Ingo Cesaro, Kronach 2004, o. P.
  • „Strukturwandel“, in: Die Landschaft im Kopf. Erzählungen, Essays, Gedichte, Braunschweig 1994, S. 108-109
  • „Wein zu Wasser“, in: Anthologie der rätselhaften Phänomene, Düsseldorf 2004 (ISBN 3-933570-07-7), S. 255f
  • „Wie unterscheide ich zwei vollkommen willkürlich gewählte Tiere?“, in: Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Versdichtung 1997, Stadthagen 1997, S. 68-69
  • „Ynkryd zu treffen“, in: Festspielnachrichten: Der fliegende Holländer, Bayreuth 2004, S. 28-32
  • „Zwei Inseln“, in: Deutschland wird noch deutscher. Kritische und besinnliche Texte zum fünften Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, Hrsg. Heike Wenig, Hannelore Wolff und Edelgard Moers, Dorsten 1995 (ISBN 3-9803228-9-0), S. 145-151
  • … sowie pseudonyme Werke und Internetveröffentlichungen, etwa unter www.leumond.de

Kontakt: HStangor@t-online.de

 

Veröffentlichungen
Harald Stangor

u.a.

"Wein zu Wasser"
in

 Wein zu Wasser - Anthologie der rätselhaften Phänomene
Rätselhafte Phänomene


"Herr Kaiser von der Bank" in


Deutschland in 30 Jahren