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Robert Zobel: 86 mal Liebe
Das Innovationsbuch der Liebe. Optimaler Auftrieb in dem siebten Himmel,
höchste Lust und maximale Kosungsdichte. Für jedes Herz. In jedem Alter. In einzigartiger
Klarheit.
Zärtlichkeit verbeugt sich vor diesem Buch. Problemlösungen für Eifersucht,
Misstrauen, Langeweile, Bindungsangst, Harmoniedurst und ewiges Schweigen. 86 Liebesgedichte bringen
frischen
Wind in Ihre Beziehung oder werden Sie Ihrem zukünftigem Partner zuführen.
Echte Schätze findet man nicht in den Bestsellerlisten.
Zeit sich diese Kostbarkeit ins Bücherregal zu holen. |
Dietmar Karlowski |

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Ulrich P. Hinz: Gegen
alle Hoffnung (Engelsdorfer Verlag)
Seismograph der Jahrhundertwende
Wenn "Traumstraßen blutwundgefegt"
(Todblau leuchtet der Abend Vergessen), "zerquetschte
Gedärme das Pflaster benetzen" (Zeitzeuge) fühlt man
sich in der Bildsprache an den "Medizyniker" Benn
erinnert: Ulrich P. Hinz erweckt in seinen sprachlich
virtuos ausgeführten Texten traumgleich mit dem Mut zur
Ästhetisierung des Häßlichen, ohne gekünsteltes
Harmoniestreben eine Welt der Vereinsamung und
Entmenschlichung, in der das Individuum von seiner
Außenwelt gleichsam "gelebt" wird und darin
Verzweiflung und existentielle Bedrohung erfährt.
Wie kommt es, dass seine Texte "gegen
alle Hoffnung" dennoch nicht perspektivlos bleiben? Sie
konfrontieren den Leser mit dem Reflex des Ichs auf diese
Trostlosigkeit seines Daseins am Beginn des 21.
Jahrhunderts; nämlich mit den Sehnsüchten und Träumen
eines Ichs, das die reale Welt um sich als aus den Fugen
geraten wahrnimmt, aber in der Versprachlichung seiner
Verletzlichkeit den unbedingten Willen zeigt, sich seiner
Dissoziation zu stellen, und dadurch dem Leser eine klare
Lesart gleichsam als Appell nahe legt: 1. Erkenne die
Banalität des Lebens als außengesteuert. 2. Lasse nicht
zu, dass sie deine Gedanken gefangen nimmt.
Der Band "Gegen alle Hoffnung" ist
somit Bestandsaufnahme einer auf sinnentleerten Ritualen
sich gründenden und überkommenen Gesellschaft und Ausweg
aus deren Banalität zugleich. Der Autor deutet die
Konsequenzen der heutigen entemotionalisierten Wirklichkeit
als fragil und leblos und stellt ihr als Wert das in seinen
Gedanken immer autonome Individuum gegenüber. Der Mensch
hat trotz aller Hoffnungslosigkeit stets die Möglichkeit,
sich den Bedingungen seines Daseins bewusst zu werden und
bei aller Zergliederung der Umwelt in dieser Möglichkeit
eine ewige Konstante zu erkennen. Hierin liegt die große
Menschlichkeit, Schönheit und letztlich auch Hoffnung des
Bandes von Hinz, der den Einzelnen als autonom über die
vermeintlichen Ansprüche einer deformierten Gesellschaft
stellt. Aufgrund des künstlerischen Gehalts der
Sprachmittel gelingt es Hinz in seinen Texten, diese
aktuellen Zeitphänomene in zeitlose zu wandeln. So erklärt
sich der hohe Wiederlesewert dieses Bandes, den man immer
wieder zur Hand nimmt, um in ihm etwas über sein eigenes
Menschsein zu erfahren. | Dieter Kannenberg
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